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Fissurenversiegelung

Wenn Sie sich die Kauflächen Ihrer Backen- und Mahlzähne einmal im Spiegel genau anschauen, so stellen Sie fest, dass diese Flächen nicht glatt sind. Sie bestehen vielmehr aus einem System feinster Rillen und Furchen (= Fissuren). In diesen Nischen finden Speisereste und kariesauslösende Bakterien ein gutes Versteck, da sie oft auch durch Zähneputzen nicht entfernt werden können, denn die Borsten der Zahnbürste sind zu dick, um an den Boden der Fissuren zu gelangen. Daher ist Fissurenkaries die häufigste Kariesform nach dem Durchbruch der Zähne. Durch ein Verschließen der Fissuren mit einem speziellen Kunststoff kann die Kariesanfälligkeit der Kauflächen um 70 bis 90 Prozent verringert werden.

Wie funktioniert die Versiegelung?

Die Versiegelung sollte so früh wie möglich begonnen werden. Wenn sie 4 bis 6 Monate nach dem Durchbruch der Zähne durchgeführt wird, ist ihr Erfolg am größten. Die Fissurenversiegelung wird meistens an intakten, noch nicht gefüllten Zähnen durchgeführt.

Nach einer sorgfältigen Reinigung der Zahnoberfläche wird zunächst der Zahn durch eine Trockenlegung vor Speichel geschützt. Anschließend wird die Fissur und ihre unmittelbare Umgebung vorbehandelt. "Anätzen" nennt der Zahnarzt diesen Vorgang. Hierdurch entsteht eine leicht raue Oberfläche, an der das Versiegelungsmaterial besser haftet. Nach sorgfältigem Absprühen mit Wasser und anschließendem Trocknen ist der Zahnschmelz für die Versiegelung vorbereitet. Nun wird das Versiegelungsmittel, eine dünnflüssige Kunststoffmasse, mit einer biegsamen Spritze direkt in die Fissuren gefüllt und durch Lichteinwirkung (UV-Licht) gehärtet. Der ausgehärtete Versiegler deckt die Fissuren vollständig ab. Die Kauflächen Ihrer Zähne sind nun für mehrere Jahre vor Karies geschützt. Wichtig ist aber, dass Sie die Vollständigkeit Ihrer Versiegelung regelmäßig durch den Zahnarzt kontrollieren lassen. Schadhafte Stellen können dann jederzeit ausgebessert werden.

Unmittelbar nach der Versiegelung wird ein Fluoridlack auf den Zahn aufgebracht, der den Wiedereinbau von Mineralien in den angeätzten Zahnschmelz fördert.

Fazit

Kleiner Aufwand, große Wirkung! Mit dieser Prophylaxemaßnahme schützen Sie wirkungsvoll Ihre Zähne und helfen, folgenschwere Karieserkrankungen zu vermeiden.

Das Versiegeln der Fissuren ist völlig schmerzlos und in der Regel in einer kurzen Behandlung erledigt. Die Versiegelung der großen bleibenden Backenzähne (6er und 7er) wird bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis zum vollendeten 17. Lebensjahr im Rahmen der Individualprophylaxe durch die gesetzliche Krankenkasse bezahlt. Aber auch die vorderen Backenzähne und sogar die Milchzähne können versiegelt werden, hier müssen die Kosten bei gesetzlich versicherten Personen vom Patienten selbst getragen werden.