Implantate – in aller Munde

Implantate sind das Thema in der Zahnheilkunde und gelten heute als erste Alternative beim Verlust von Zähnen. Der Ersatz einer Zahnwurzel durch ein Implantat bietet sowohl von der Stabilität als auch der Ästhetik und der Schonung der Nachbarzähne die beste Alternative zur Brücke und zur (Teil-) Prothese.

Was sind Implantate?

Implantate sind industriell hergestellte Körper, die zum Ersatz der natürlichen Zähne bzw. Zahnwurzeln dienen. Sie bestehen aus dem äußerst gewebefreundlichen Material Titan oder aus Zirkonoxid-Keramik und sind oft noch mit zusätzlichen Beschichtungen oder Oberflächenmodifikationen versehen, um eine bessere Einheilung im Kieferknochen zu erreichen. Unverträglichkeits-Reaktionen gegen Titan sind äußerst selten, als Alternative gibt es seit einigen Jahren die genannten Keramik-Implantate, die kein Metall enthalten.


Implantate haben die Form von Schrauben und sind 6 - 18 mm lang bei einem Durchmesser zwischen 2 und 6 mm.

Auf diesen Implantaten kann je nach Situation und Anzahl der Implantate festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz befestigt werden. Die Implantate dienen also zum Ersatz von verlorengegangenen natürlichen Zähnen.

Wie funktioniert die Implantat-Behandlung?

Sicher gibt es keinen gleichwertigen Ersatz für das, was die Natur geschaffen hat. Dank der Fortschritte in der modernen Zahnheilkunde kann aber implantatgetragener Zahnersatz eine gestörte Kaufunktion oder auch Ästhetik vollständig wiederherstellen. Nachfolgend geben wir Ihnen einige Informationen zur Implantat-Behandlung. Sie können auch unsere Aufklärungsbögen zur Implantation und zum Knochenaufbau hier herunterladen.

Bilder von Implantatfällen aus der Praxis Dr. Hansen finden Sie hier.

Einzelzahnersatz: Der unfallbedingte Verlust eines Schneidezahnes ist ein häufiger Grund für eine Einzelzahnimplantation als Alternative zur konventionellen Brückenversorgung. Aber auch der Verlust eines Front- oder Seitenzahnes durch Karies oder Parodontitis kann durch eine Implantation an dieser Stelle ausgeglichen werden. Dabei werden die gesunden Nachbarzähne geschont, die bei Anfertigung einer Brücke beschliffen werden müssten.

Freiendsituation: Wenn im hinteren Bereich einer Kieferhälfte kein Zahn zur Verankerung einer Brücke mehr zur Verfügung steht, kommt oft die Implantation als einzige Alternative zum herausnehmbaren Zahnersatz zur Anwendung. Auf Implantaten kann dann ein Kronenblock oder eine Brücke als festsitzender Zahnersatz eingegliedert werden.


Große Zahnlücken: Bei Zahnlücken von mehr als zwei fehlenden Zähnen ist es wegen der großen Kaubelastung oft statisch ungünstig, eine festsitzende Brücke einzugliedern. Die Implantation von einem oder mehreren Implantaten führt zu Situationen, die einfacher und viel stabiler festsitzend zu versorgen sind. So lässt sich auch häufig die Anfertigung von herausnehmbaren Teilprothesen vermeiden.


Der zahnlose Kiefer: Im zahnlosen Kiefer wird vom Patienten oft die mangelnde Haftung der Vollprothesen beklagt. Da es beim jahrelangen Tragen von herausnehmbarem Zahnersatz zu einem Abbau des Kiefers kommt, müssen die Prothesen mehrfach unterfüttert werden. Schließlich ist keine Möglichkeit mehr vorhanden, um eine genügende Saugfähigkeit der Prothesen auf der Schleimhautunterlage zu erreichen. Hier hilft die Implantation von mindestens 4 Implantaten, die Prothese wird dann an den Implantaten mit Druckknöpfen oder Doppelkronen befestigt. Dadurch wir ein fester Halt der Prothese erreicht, die aber immer noch zur Reinigung herausgenommen werden muss.

Natürlich kann eine zahnlose Situation durch Einbringen von mindestens 6 oder mehr Implantaten in eine festsitzende Versorgung umgewandelt werden. Diese komplexen Versorgungen führen wir in der Praxis regelmäßig durch, der Gewinn an Lebensqualität für unsere Patientinnen und Patienten ist gewaltig. Die Zähne sitzen fest, es kann wieder alles gekaut werden, sogar der Biss in einen Apfel ist problemlos möglich.

Chronologisches Vorgehen

Nach der Untersuchung durch den Implantologen ist die Anfertigung von Röntgenbildern zur Beurteilung des vorhandenen Knochenangebotes unbedingt notwendig. Das 3D-Röntgengerät (DVT) in unserer Praxis ermöglicht uns dabei eine absolut exakte Planung, da der vorhandene Knochen in allen Dimensionen dargestellt wird.

So kann auch eine Bohrschablone hergestellt werden, die eine präzise Umsetzung der computerunterstützten Implantatplanung ermöglicht.

Meistens werden auch Modelle der Kiefer angefertigt. Wenn sich herausstellt, dass eine Operation von zahnärztlich-chirurgischer und allgemeinmedizinischer Seite möglich ist, muss zunächst die Kostenfrage geklärt werden, da das Einbringen von dentalen Implantaten und die prothetische Versorgung zwar von den gesetzlichen Krankenkassen im gleichen Rahmen wie eine Brücke oder Prothese bezuschusst wird, aber für den Patienten ein Eigenanteil verbleibt.

Auch private Versicherungen und Zusatzversicherungen übernehmen selten die vollen Kosten. Wenn dieser Punkt geklärt ist, folgt die eigentliche Operation. Diese wird oft als ambulanter Eingriff in Lokalanästhesie durchgeführt, bei größeren Behandlungen ist selbstverständlich auch eine Vollnarkose in der Praxis möglich. Nach dem Eingriff kann das Implantat unter der wieder verschlossenen Schleimhaut einheilen. Die Einheilphase sollte mindestens 8 Wochen betragen, ist aber von der individuellen Situation abhängig und kann sich bei der Notwendigkeit des Knochenaufbaus verlängern.

In bestimmten Fällen kann auch eine Sofortversorgung erfolgen, d. h. das Implantat wird sofort mit einer provisorischen Krone versorgt. Dadurch vergrößert sich aber das Risiko des Implantatverlustes.
Nach der Einheilung ist dann eine ambulante Freilegung der Implantate erforderlich. Dieser kleine Eingriff findet immer in Lokalanästhesie statt und schließt normalerweise den chirurgischen Teil der Behandlung ab, wenn keine weitere Operation zur Verbesserung der Schleimhautsituation um die Implantate nötig wird.
Nun folgt die prothetische Versorgung. Diese dauert je nach Situation und gewünschter Versorgung zwischen zwei und sechs Wochen.

Nach Fertigstellung der Arbeit ist jedes halbe Jahr eine Kontrolle und Reinigung der Implantate und der noch vorhandenen Zähne erforderlich, was für den Langzeiterfolg unbedingt notwendig ist. Die Kosten für diese Professionelle Zahnreinigung (PZR) werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.

Wir führen in der Praxis alle Untersuchungen, Implantatbehandlungen und prothetischen Maßnahmen (Kronen, Brücken, Prothesen) durch:

Diagnostik

Digitales strahlungsarmes 2D- und 3D-Röntgen (DVT)
Schmerzfreie Operation in Lokalanästhesie oder Vollnarkose
Scan (CEREC) oder Abformung zur Erstellung von Bohrschablonen und Zahnersatz
Erstellung Zahnersatz in eigenem Praxis-Meisterlabor


Dr. Marc Hansen ist zertifizierter Implantologe:

Eine Übersicht über die von Dr. Hansen gehaltenen Vorträge vor Kollegen und seine Veröffentlichungen finden Sie hier.

Natürlich finden Sie bei uns auch Bilder von abgeschlossenen Implantatfällen aus unserer Praxis.

Natürlich können alle schriftlichen Informationen nicht eine Besprechung über Ihre persönliche Situation ersetzen. Wenn Sie sich über Implantate informieren wollen, vereinbaren Sie einen Termin mit Dr. Hansen unter 0231-441045 oder unter praxis@zahnarzt-dr-hansen.de. Bitte geben Sie bei der Terminvereinbarung an, dass Sie eine Implantatberatung wünschen und bringen Sie eventuell von Ihrem Zahnarzt gemachte Röntgenaufnahmen mit. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie selbstverständlich bei uns mit strahlungsarmer digitaler Röntgentechnik in 2D und 3D geröntgt werden.


Bitte rufen Sie uns an oder mailen Sie uns, wenn Sie Fragen zu Implantaten haben.


Unabhängige Informationen über Implantate finden Sie bei den oben genannten Gesellschaften.